Tropische Hitze und starke Leistungen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Rhönradturnen
Die TG 1848 Würzburg, Heimat der ältesten Rhönradabteilung der Welt, war Gastgeber der Deutschen Jugendmeisterschaften 2026. In der Feggrube erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur ein hervorragend organisiertes Turnier, sondern auch tropische Temperaturen, die den Athletinnen und Athleten alles abverlangten.
Die Gastgeber hatten zudem ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Unter dem Motto „Harry Potter“ begeisterten Kinder und Jugendliche der Würzburger Rhönradabteilung mit fantasievollen Choreografien das Publikum in der vollbesetzten Halle und wurden dafür mit langanhaltendem Applaus gefeiert.
Am Samstag standen die Altersklassen 15/16 sowie 17/18 im Mittelpunkt. Neben den Mehrkämpfen wurden am Abend die Einzelfinals der jeweils besten sechs Turnerinnen und Turner ausgetragen.
In der weiblichen Altersklasse 15/16 verpasste Anouk Petersen vom TV Senden-Ay nur knapp den Sprung auf das Podest. Die Fünftplatzierte zeigte einen starken Wettkampf, musste jedoch in der Spirale einen Rückschlag hinnehmen und kam dort nicht über 9,95 Punkte hinaus. Ohne diesen Fehler wäre sogar eine Medaille möglich gewesen. Im Sprung erzielte sie hinter Ausnahmetalent Maria Kaas vom TSV Bayer Leverkusen die zweitbeste Wertung des Feldes.
Bei den männlichen Jugendlichen der Altersklasse 17/18 nutzte Luis Mini vom TV Senden-Ay die Titelkämpfe zugleich als weiteren Härtetest auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften in Göttingen, die in rund 10 Tagen stattfinden. Der Nationalturner präsentierte sich in guter Form und sicherte sich mit Platz zwei die Silbermedaille. Naja Britz vom TV Bad Tölz überzeugte mit konstanten Leistungen und belegte Rang zehn.
Für eine weitere Medaille aus bayerischer Sicht sorgte Pauline Wunderling vom ASV Rimpar in der weiblichen Altersklasse 17/18. Die WM-Teilnehmerin zeigte eine souveräne Geradekür und eine solide Spirale, ehe sie mit dem besten Sprung des gesamten Teilnehmerfeldes den Grundstein für die Bronzemedaille legte.
Auch die weiteren bayerischen Starterinnen wussten zu überzeugen. Amelie Hammer, Julia Durmann und Katharina Handow vom TSV Weilheim belegten die Plätze sechs, acht und neun. Damit schafften alle vier bayerischen Teilnehmerinnen den Sprung unter die Top Ten.
Am Samstag Abend wurden die Einzelfinals ausgetragen bei denen Anouk Petersen im Sprung mit Rang 4 knapp das Treppechen verfehlte. Luis Mini gewann Silber in der Geradekür sowei Bronze in Spirale. Pauline sicherte sich Rang 5 in der Spirale und Rang 6 im Sprung.
Am Sonntag morgen waren´zum Abschluss die Jüngsten am Start. Überragend präsentierte sich Judith Leicht vom TSV Weilheim in der Altersklasse B 13/14. Mit der besten Geradekür und der höchsten Wertung in der Spirale dominierte sie die Konkurrenz und sicherte sich mit zwei Punkten Vorsprung den Titel der Deutschen Jugendmeisterin 2026.
Einen weiteren Spitzenplatz erreichte Elfi Klaus vom TV Senden-Ay. Mit einem starken Wettkampf wurde sie Fünfte. Komplettiert wurde das gute Abschneiden der bayerischen Teilnehmerinnen durch Anna Hornung von der TSG Estenfeld, die sich mit Rang zehn ebenfalls einen Platz unter den besten Zehn Deutschlands erturnte.
Artikel: Peter Peisker
Bilder . Claudia Renz, Stefanie Peisker